Der ERC hat Benoit Laporte mit sofortiger Wirkung entlassen. Damit reagierten die Verantwortlichen auf die momentan desolate Leistung der Panther...
EILMELDUNG (PRESSEMITTEILUNG DES ERC Ingolstadt)
Der ERC Ingolstadt hat auf die sportliche Talfahrt der letzten Wochen reagiert und Trainer Benoit Laporte von seinen Aufgaben mit sofortiger Wirkung entbunden. Nach intensiven Beratungen am heutigen Vormittag wurde dieser Entschluss vom Beirat und der Geschäftsführung des ERC Ingolstadt einstimmig getroffen.
Ab sofort wird der bisherige Assistenztrainer Greg Thomson die Aufgaben übernehmen und das Team bereits am kommenden Dienstag beim Auswärtsspiel in Hamburg als Cheftrainer betreuen. Unterstützung erhält der 45- Jährige dabei von Sportmanager Tobias Abstreiter.
Der ERC Ingolstadt bedankt sich bei Benoit Laporte für seine Arbeit und wünscht Ihm für seine weitere Zukunft alles Gute.
Bei der gestrigen Partie gegen Köln (ausführlicher Bericht folgt) verließen rund 100 Fans die Arena für die ersten 10 Minuten und versammelten sich im Eingangsbereich, das Einzige was übrig blieb war ein Spruchband:

Als dann das Spiel in den letzten 10 Minuten völlig außer Kontrolle des ERC geriet, skandierten die Fans im Fanblock und so wurde lautstark "Wir haben die Schnauze voll" und "Laport raus" gerufen. Werden jetzt die Köpfe rollen?
Nach der Pressekonferenz äußerte sich Benoit Laporte:
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Wie gehts denn weiter beim ERCI? Wir werden Berichten...
Spielbericht von Goassngott
ERC INGOLSTADT zeigte bei der 1:5 (0:0;1:2;0:3) Heimniederlage gegen die KÖLNER HAIE eine in weiteren Teilen indiskutabler Leistung. GLEN GOODALL einziger Torschütze beim ERC.
Vor 3528 Zuschauer begann der ERC Ingolstadt ganz passabel und kam durch Duncan Milroy zu der ersten nennenswerten Torchance. Nur knapp ging der Schuss am Haie-Tor vorbei. Doch im Gegenzug brannte es bereits lichterloh vor dem Tor des ERC. Jimmy Waite war jedoch immer gut zur Stelle - Gegen Bryan Adams und Mike Johnson bewahrte der Goalie gleich mit zwei Glanztaten seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand. Thomas Greilinger setzte in der 4.Minute zu einem Sololauf an der linken Angriffseite an und traf mit der Rückhand den Außenpfosten. Beim Torschuss allerdings regelwidrig hindernd, musste Mirko Lüdemann für zwei Minuten auf die Strafbank.
Der in Augsburg bei den Überzahlspielen kaum zum Zuge gekommene Jakub Ficenec trommelte die Scheibe Richtung Haie-Tor. Weiter brachte er in einem angetäuschten Schuss Duncan Milroy in aussichtsreiche Position, doch der ERC-Stürmer vertändelte die Scheibe. Auch Jason Holland probierte es von der blauen Linie, fand aber in Frank Doyle im Tor der Haie seinen Meister. Danach kam es erstmals zu handgreiflichen Auseinandersetzungen der Spieler vor dem Tor von Frank Doyle. In einem weiteren Überzahlspiel der Panther zeigten sich die Gastgeber von ihrer "Glanzseite". Jimmy Waite musste gleich gegen Mirko Lüdemann, Christoph Ullmann und Jerome Flaake sein Können unter Beweis stellen.
Nach 16:50 Minuten blieb die Spielzeit länger stehen als gewohnt. Hauptschiedsrichter Daniel Piechaczek hatte wohl einen 2.Notizzettel in seiner Brusttasche, denn es ging auf dem Eis so richtig rund. Zuerst hakte Marcel Müller Thomas Greilinger regelwidrig und Philip Gogulla ging mit den Fäusten auf Glen Goodall los. Gleichzeitig trommelte Marcel und Moritz Müller auf Jakub Ficenec ein. Insgesamt wurden in dieser Rauhbein-Situation 44 Strafminuten verhängt, wobei der ERC erneut in Überzahl agieren durfte, was aber eher einem Nichtangriffspakt glich als der Wille einen Treffer zu erzielen. Zehn Sekunden vor Ende des 1.Drittels schickte der Schiedsrichter Duncan Milroy wegen Behinderung auf die Strafbank. In Überzahl für die Haie agierend begann das 2.Drittel, kamen aber zu keiner Torchance, was sich Minuten später wieder in einem "Vier Fäuste für ein Halleluja" entwickelte. Mit Todd Warriner und Thorsten Ankert gingen gleich zwei Haie auf Panther Michael Waginger los. Alle Akteure durften sich für zwei Minuten in der Kühlbox ein Päuschen gönnen. Doch auch dieses Powerplay konnten die Panther nicht umsetzten, das 1:0 durch Glen Goodall fiel erst nach Ablauf der Strafzeit. Nach 27:14 Minuten wurde der Kapitän des ERC genial von Jason Holland angespielt und das ERC-Urgestein versenkte die Scheibe im Tor der Haie. Die 1:0 Führung der Gastgeber hielt nur 47 Sekunden. In Überzahl traf Philip Gogulla nach herrlichem Anspiel von Daniel Rudslätt zum 1:1. Nach genau weiteren vier Spielminuten gingen die Mannen um Clayton Beddoes in einer weiteren Überzahlsituation durch Daniel Rudslätt mit 2:1 in Führung. Im Slot lauernd traf er mit der Rückhand ins kurze Eck. Bereits nach dem 2.Kölner Treffer ließen die Spieler von Trainer Benoit Laporte schon die Köpfe hängen, resignierten auf ganzer Basis, gaben sich stellenweise ohne Kampf und Engagement auf. - Ein Offenbarungseid für die gereizten Fans Gar ein 5 gegen 3 Powerplay wurde mit wehenden "weißen Fahnen" beendet und die Gastgeber mussten gar Angst und Bange haben in der Situation nicht noch das 1:3 zu kassieren. Jimmy Waite entschärfte die Kontersituation von Christoph Ullmann und hielt seine Mannschaft, "spielen wie Flasche leer", im Spiel.
Das letzte Drittel wurde für die treuen, lautstarken Fans, die zu Beginn des Schlussabschnitts an den unheilbar kranken Torwart Robert Müller ein Spruchband mit den Worten "Die 80 hat Kraft - Gemeinsam für Chancen Kämpfen und Siegen" in die Höhe hielten, ein Fiasko der schlimmsten Art. So verhinderte zwar Jakub Ficenec, einer der noch wenig kämpfenden Panther, auf dem Eis dahinschlitternd mit letzten Einsatz bei einer 2 zu 1 Kontersituation der Rheinländer einen möglichen Treffer, aber nach 46:46 traf der beste Mann der Partie Daniel Rudslätt in einem weiterem Powerplay doch zum vorentscheidendem 3:1 für die Kölner Haie. Der Groll der Fans über die desolate Leistung der Gastgeber wuchs und entlud sich nach einem weiteren Treffer durch Philip Gogulla nach 49:04 Minuten. Gerade als Rene Röthke von der Strafbank aufs Eis kam, traf der Kölner Stürmer zum 4:1.
Der Unmut der enttäuschten und frustrierten Fans wurde lauter und Anti-Laporte Gesänge wurden von Minute zu Minute lauter. Rene Röthke und Jakub Ficenec versuchten zwar noch mal zu einem Torerfolg zu kommen, doch Frank Doyle im Tor der Kölner Haie war nicht mehr zu überwinden. Köln schaltete jetzt einen Gang zurück und kam durch Dave McLlwain nach 52:29 Minuten auch noch zum 5:1, dieses Mal bei ausgeglichener Anzahl der Spieler auf dem Eis. Die Halle, besonders die TUJA-Kurve, tobte mit Unmutsgesängen "Laporte - Du bist am falschen Ort". Frust und Enttäuschung pur bei Fans. Es kommen schwere Zeiten auf den ERC zu, dem Zurzeit ein sehr rauer Wind ins Gesicht bläst!
Pressekonferenz nach dem Spiel:
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Foto: Die Fans sind sichtlich sauer,...
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