Seit 2009 arbeiten die Schutzgebiete entlang der Donau im Netzwerk DANUBEPARKS zusammen, um das gemeinsame Naturerbe am großen europäischen Fluss zu bewahren. Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird nun im Projekt DANUBEPARKS 2.0 fortgeführt....
Eine erfreuliche Nachricht erreichte die Projektleitung Mitte Juli: Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird ihre Fortführung im Projekt DANUBEPARKS STEP 2.0 finden, erneut gefördert im Rahmen des EU-Förderprogrammes für die Europäische Territoriale Zusammenarbeit in Südosteuropa (ETC-SEE). Das Fördergebiet wurde jetzt auf Deutschland ausgeweitet, so dass auch die Region Ingolstadt mit dem Auwaldgebiet zwischen Neuburg und Ingolstadt davon profitieren kann.
In allen Donau-Ländern gibt es Institutionen, die sich bemühen das Naturerbe der Donau zu bewahren. Unter dem Dach der „DANUBEPARKS - Netzwerk der Donauschutzgebiete“ ziehen sie seit einigen Jahren an einem Strang. Schon der Aufbau des Netzwerks erfolgte ab 2009 durch das Programm ETC-SEE.
Naturschatz Donauauwald: Die Region zwischen Neuburg und Ingolstadt profitiert ab sofort von einer EU-Förderung.
Der österreichische Nationalpark Donau-Auen koordinierte von Beginn an die gemeinsamen Aktivitäten. Ziele der Zusammenarbeit sind die Optimierung des Naturraummanagements durch Wissenstransfer, die Entwicklung gemeinsamer Schutzkonzepte, die Stärkung der internationalen politischen Bedeutung der Schutzgebiete durch donauweite Strategien sowie die Umsetzung beispielhafter Pilotprojekte.
Mit Ende des ersten erfolgreichen Projektes wurde DANUBEPARKS STEP 2.0 im vergangenen November als Nachfolgeprojekt im EU-Förderprogramm eingereicht. Diese Woche kam die Bestätigung, dass der Antrag mit einigen Auflagen bewilligt wurde. Eine Kick-Off-Konferenz der ARGE Donauauwald Neuburg-Ingolstadt im Herbst markiert dann den Start in zwei weitere Jahre intensiver Zusammenarbeit für Schutz und Revitalisierung der Donau und ihrer zahlreichen Naturschätze.
Fabian Albrecht, der für den Naturschutz zuständige Abteilungsleiter am Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen, freut sich über die Nachricht: „In den ersten Jahren wurde gute Aufbauarbeit geleistet. Es gibt nun entlang der gesamten Donau koordinierte Strategien für den Schutz und die Wiederansiedlung gefährdeter Arten wie den Seeadler, aber auch für gemeinsame Aktivitäten im Naturtourismus. Dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit weitergeht, ist ein wichtiges Signal und ermöglicht uns, die erzielten Ergebnisse mit konkreten Umsetzungen vor Ort genauso wie auf politischer Ebene zu verankern.“
Siegfried Geißler ist zuständiger Projektmanager der Naturschutzbehörde am Landratsamt. Auch er begrüßt es, dass der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und Ingolstadt jetzt von der EU gefördert werden: „Wir waren als Gründungsmitglieder mit der Dynamisierung des Auwalds zwischen Neuburg und Ingolstadt von Anfang an dabei, konnten aber keine Fördermittel abrufen, da Deutschland außerhalb des Zielbereichs des SEE-Programms lag. Das hat sich nun geändert, auch, weil wir uns erfolgreich in die Arbeit des Netzwerks eingebracht haben.“
Die gemeinschaftlichen Strategien finden im Rahmen konkreter transnationaler Maßnahmen praktische Anwendung: Eine Life+ - Projekteinreichung zum Seeadlerschutz sowie gemeinsame Aktivitäten zum Schutz der Schwarzpappel sind vorgesehen. Eine Bestandsaufnahme bestehender Besuchereinrichtungen an der Donau wird eine weitreichende touristische Zusammenarbeit vorbereiten. Eine Studie soll die Belastbarkeit der Naturgebiete an der Donau durch touristische Aktivitäten beleuchten und Rahmenbedingungen formulieren. Andere erfolgreiche Ansätze, wie das donauweite Monitoring von Indikatorarten für Flussdynamik (z.B. Flussregenpfeifer und Uferschwalbe), werden weitergeführt und unterstreichen die Bedeutung von DANUBEPARKS als Experten-Netzwerk. Denn die Ergebnisse des Monitorings fließen 2013 in die „Joint Danube Survey“ der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau ein. Auch die bereits bestehende enge Kooperation mit der EU-Donauraumstrategie soll verstärkt werden.
Die Netzwerk-Erweiterung ist ein großes Thema: STEP 2.0 steht nicht nur für den zweiten Schritt, sondern auch für die Ausweitung auf bis zu zwanzig Partner-Institutionen. Der Start erfolgte 2009 mit zwölf Schutzgebieten. Im neuen Projekt sind bereits 18 vertreten. Die neuen Partner kommen aus Ungarn, Serbien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien und der Republik Moldau. Mit weiteren relevanten Organisationen laufen derzeit Gespräche über eine verstärkte Kooperation - denn die Vernetzung ist der bewährte Schlüssel zum Erfolg von DANUBEPARKS als starke Stimme für das Naturerbe der Donau. Informationen zu DANUBEPARKS und allen Partner-Schutzgebieten gibt es im Internet unter www.danubeparks.org. | |
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