Der ehemalige Vorstand der Tierherberge Pfaffenhofen würdigte die Mitarbeit einiger ehrenamtlicher Helfer damit, ein Zimmer nach Ihnen zu benennen. Auch alle anderen Zimmer erhielten besondere Namen, z.B die von Tieren. Dies soll nun geändert werden....
Hinweis: Dieser Bericht ist ein Leserbrief von Alexander und Florian Prats Nacher. Der Beitrag wurde lediglich vom pafnet.de-Team eingetragen und spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.
Sehr geehrte Frau Lob,
sehr geehrte Vorstandschaft des Tierschutzvereins Pfaffenhofen,
wie wir auf der Homepage des Tierschutzvereins Pfaffenhofen lesen konnten, musste leider Kater Heinzi von seinem Leiden erlöst werden, was uns sehr leid tut. Unter anderem ist in der Mitteilung folgendes zu lesen: „Der große Seminarraum in der Tierherberge wird jetzt nach ihm benannt: Heinzi-Stub’n“. Auch wir sind der Meinung, dass der Kater, den wir auch selbst kennen lernen durften, es verdient hat, einen besonderen Gedenkplatz zu erhalten. Über die Art und Weise, wie das nun geschehen soll, waren wir aus den folgenden Gründen nahezu schockiert:
Wir holen an dieser Stelle etwas weiter aus, da die neu gewählte Vorstandschaft kaum oder
gar nicht während der gesamten Dauer der Genehmigungs- und Bauphase (in den Jahren
2007 bis 2011) aktiv im Tierschutzverein, besonders in vorgenannten Bereichen, tätig war.
Frau Lob sind aber sämtliche Zusammenhänge hinreichend bekannt, weswegen wir über o.g.
Vorgehensweise mehr als überrascht waren.
Dass die Tierherberge Pfaffenhofen überhaupt heute und in dieser Form steht, ist einigen Politikern, Sponsoren und Handwerkern zu verdanken, die das Projekt unterstützt haben. Ein Zeichen der Dankbarkeit des Tierschutzvereines war es, sämtliche Räumlichkeiten nach diesen zu benennen. So erhielten die Katzen-, Hunde- und Kleintierzimmer Namen von Unterstützern. Auch wir als Privatpersonen unterstützten das Projekt tatkräftig und erklärten uns unter anderem bereit, in fast der gesamten Tierherberge ehrenamtlich die Fliesen zu verlegen (siehe www.donaukurier.de/lokales/pfaffenhofen/Pfaffenhofen-Der-Umzug-steht-an;art600,2366659 und www.donaukurier.de/lokales/pfaffenhofen/Pfaffenhofen-Mehr-Findlinge-und-mehr-Mitglieder;art600,2407506 ).
Auch als die Bauphase abgeschlossen war, unterstützen wir den Verein jederzeit bei handwerklichen Problemen. Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass wir sämtliche Arbeiten sehr gerne gemacht haben und dies in keinster Weise bereuen. Es war uns ein persönliches Anliegen, dem gemeinnützigen Verein durch unsere Arbeitskraft Ausgaben in Höhe von mehreren tausend Euro ersparen zu können. Da wir von Freunden „Hasen“ genannt werden, erhielt der Seminarraum die Bezeichnung „Hasihaus“, was uns von Herzen freute. Dies sahen wir als ausreichende Anerkennung für unser Engagement.
Für uns war es jetzt ein Schlag ins Gesicht, dass dies nun geändert werden soll. Ob Hechinger, Schäch, Roßner, Dierl etc. etc. etc. – sollen künftig alle Unterstützer der Tierherberge nach und nach ausgelöscht werden? Oder ist das Vorgehen der Tatsache geschuldet, dass wir als Privatpersonen nicht wie die o.g. Firmen in der Öffentlichkeit stehen? Ist es wirklich nötig, die Arbeit von „normalen“ Helfern in dieser Form abzuwerten? Zudem war es für uns sehr enttäuschend, dass wir über die Namensänderung des Raums nicht einmal persönlich informiert wurden, sondern über die Homepage des Tierschutzvereins davon erfahren mussten.
Der neuen Vorstandschaft kann nicht bewusst sein, was alle Firmen und private Helfer für die Tierherberge getan haben, da sie selbst nicht aktiv beteiligt war - aber Ihnen, Frau Lob! Wir bitten Sie im Namen der aktiv an der Entstehung der Tierherberge beteiligten Unterstützern, diese Entscheidung noch mal zu überdenken und für verstorbene Tiere eine andere Art und Weise des Gedenkens (z. B. eine Tafel?) zu schaffen.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander und Florian Prats Nacher
Pfaffenhofen
Foto: Uschi Dreiucker/pixelio.de | |
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